Enstehungsgeschichte von Nahow e. V.
Obwohl ich (Tichi) aus diesem Dorf (Enwen) stamme, war ich von dem Ausmaß der Armut schon überrascht. Nach mehreren Jahren in Deutschland war ich wohl mit den Gegebenheiten im Dorf nicht mehr vertraut. Als Katrin und ich im Mai 2008 in Enwen waren, stand für uns fest, dass sich dort etwas ändern muss. Es hat uns sehr bewegt, zu erleben, wie freundlich und herzlich bitterarme Menschen sein können und wir beschlossen, ihnen zu helfen. Wir haben mit den Dorfbewohnern gesprochen um herauszufinden, was sie am Dringendsten benötigen.

Obwohl es in Enwen keinen Strom in den Haushalten gab, haben die Bewohner uns die Dorfschule gezeigt und erklärt, dass ihr dringendster Wunsch ein Neubau der Schule ist.

In ihrem Vorhaben wollen wir die Dorfbewohner unterstützen und zunächst zumindest eines der Gebäude aus solidem Material aufbauen, damit die Kinder nicht in Häusern lernen müssen, die einsturzgefährdet sind. Die Dorfbewohner versprechen, mangels eigener finanzieller Mittel die eigene Arbeitskraft für den Schulbau kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ein Architekt steht uns dort auch zur Seite.

Wieder in Deutschland begannen wir mit der Planung der Gründung von Nahow e.V. Seit September 2008 ist der Verein eingetragen.

NAHOW? (heißt auf Pidgin “Wie geht es Dir?” und wird so ausgesprochen: “na” wie das deutsche “Na, wie geht’s?” und “how” wie “hau” in “hau drauf”). Nahow. Der Satz gehört wie das “How are you?” im Englischen fast zu jeder Begrüßung dazu. Wir fanden “Nahow” als Namen für unseren Verein sehr passend, denn Ziel unseres Einsatzes ist, auf diese Frage nur noch positive Antworten zu bekommen!